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Aboriginal Art Galerie Bähr |
KatalogLucy Napaljarri Kennedy |
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Lebensdaten
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Bilder
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Ausstellungsverzeichnis und Literatur
LebensdatenGeb. ca. 1926 bei Mt Dennison-Farm, als es noch keine Farm war Gruppe: Warlpiri/Anmatyerre Lucy Napaljarri Kennedy wurde ca. 1926 in der Nähe der heutigen Mt. Dennison-Farm geboren. Als Kind lebte sie mit ihrer Familie ein nomadisches Leben in der Gegend von Conniston. Später arbeitete sie als Haushaltsgehilfin. Ihr leidenschaftliches Interesse daran, die Jukurrpa-Symbolik auf westliche Materialien, also auf Leinwand zu übertragen, wurde Mitte der 1980er Jahre zu einer der treibenden Kräfte für die Kunst in Yuendumu. So wurden ihre Gemälde in die erste Ausstellung mit Werken aus Yuendumu aufgenommen und danach bis heute in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Bilder
Miinypa Jukurrpa (Die Jukurrpa der Fuchsie), 2001 Radierung, 49 x 32,5 cm Die Jukurrpa-Stätte von Miinypa oder Yanyilingi (wilde Fuchsie) heißt Ngarlu (roter Fels) und liegt im Osten von Yuendumu. Ein Jungarrayi-Mann namens Lintipilinti, der in Ngarlu lebte, verliebte sich in eine Napangardi-Frau. Nach den Heiratsgesetzen der Warlpiri ist eine solche Verbindung verboten, weil die Napangardi-Frau nach den klassifikatorischen Verwandtschaftsbeziehungen die Schwiegermutter des Jungarrayi-Mannes war. Lintipilinti verliebte sich in diese Frau, als er sie dabei beobachtete, wie sie beim Urinieren ein großes Loch in den Boden machte. Dies beeindruckte und erregte ihn sehr, und er überlegte, wie er die Napangardi-Frau für sich gewinnen könnte. Er ging nach Ngarlu und knüpfte Schnüre aus Haar für sie; während dieser Tätigkeit sang er. Die Napangardi-Frau konnte nicht mehr schlafen und bekam Magenschmerzen. Sie bemerkte, dass jemand für sie sang. Ein kleiner Vogel, der jeden Tag zu ihr flog, brachte ihr Lintipilintis Lieder. Diesen Vogel kann man auch heute manchmal noch hören: Er hilft den Menschen, bestimmte Nahrung im Busch zu finden, und er spricht zu ihnen, wenn sie allein oder traurig sind oder sich in Gefahr befinden. Als sich die zwei Verliebten wieder trafen und miteinander schliefen, verwandelten sie sich in Steine, und die Stelle, an der dies geschah, kann man heute noch in Ngarlu sehen. Die konzentrischen Kreise im Gemälde stehen für Miinypa oder Yanyilingi (wilde Fuchsie), eine Pflanze mit kleinen roten Blüten. Als während der Jukurrpa Frauen über die verbotene Beziehung zwischen den zwei Liebenden klatschten und tratschten, verwandelten sie sich in diese Blumen. Die Fuchsien haben in ihren Blüten süßen Nektar; sie sind essbar und schmecken wie Eiscreme. Ngarlu ist eine heilige Stätte, an der Miinypa und Yanyilingi auch heute verbreitet sind. |
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Letzte Änderung am 2005-12-01 |