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Aboriginal Art Galerie Bähr |
KatalogPaddy Japaljarri Sims |
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Lebensdaten
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Bilder
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Ausstellungsverzeichnis und Literatur
LebensdatenGeb. ca. 1917 Mt Nicker Gruppe: Warlpiri Seit er ein junger Mann war, hat Paddy Japaljarri Sims auf dem zu ihm gehörenden Land westlich von Yuendumu gelebt. In jungen Jahren arbeitete er u.a. auf der Four Mile Bore Farm. Er ist verheiratet mit Bessie Nakamarra, hat Kinder und viele Enkelkinder. Zeit seines Lebens ging er in der Wüste zur Jagd und hat diese Kenntnisse an viele junge Männer weitergegeben. Dies führte dazu, dass er an der Schule von Yuendumu unterrichtete über das Jagen, über Tiere und essbare Pflanzen. Er begleitete die Schüler und Schülerinnen bei Exkursionen nach Alice Springs und Darwin und unterrichtete im Malen, in den traditionellen Tänzen und die Jukurrpa. Paddy Japaljarri Sims ist einer der sechs Künstler aus Yuendumu, alle Warlpiri, die 1989 nach Paris reisten, um im Centre Georges Pompidou die berühmte Ausstellung "Magiciens de la Terre" mit einer Bodeninstallation zu bereichern. Er gehört zu den Künstlern, die die berühmt gewordenen Türen von Yuendumu bemalt haben. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, u.a. in den USA, Neuseeland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Bilder
Warlu Jukurrpa (Feuer-Jukurrpa) Radierung, 24,5 x 16,5 cm |
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Yanjilpirri Jukurrpa (Die Jukurrpa der Milchstraße), 2003 Radierung, 43 x 24,5 cm Männer der Japaljarri und Jungurrayi reisten von Kurlurngalinypa (nahe Lajamanu) nach Yanjirlpirri (westlich von Yuendumu) und weiter zum Mackay-See. Unterwegs vollzogen sie Kurdiji, die Initiationszeremonien für junge Männer. Frauen tanzten ebenfalls für die Kurdiji. Die Graphik zeigt die Stätte Yanjirlpirri (Stern) mit seinem niedrigen Hügel und der Wasserstelle. Die Hügel sind Sterne, die zur Erde herunter gekommen sind, um sich auszuruhen. Die Bedeutung dieser Örtlichkeit kann nicht überbetont werden, denn hierher werden junge Männer zu ihren Initiationen aus so weit entfernten Gebieten wie aus dem Land der Pitjanjatjara im Süden und aus Lajamanu im Norden geholt. Die Männer schmücken beide Seiten ihrer Häupter mit weißen Federn (Jinjirla) und tragen holzgeschnitzte Sterne. Solche Sterne liegen außerdem auf dem Boden als Teil eines Sandreliefs, das für die Zeremonie (Kurikuripa) hergestellt wird. Goldwein (Ngalyipi) wird benutzt, um Witi, zeremonielle Speere an den Schienbeinen der tanzenden Initiierten zu befestigen. Die Witi sind in der Radierung in Form von langen, geraden Linien zu sehen; weiße Kreise repräsentieren die Sterne und konzentrische Kreise die zeremoniellen Stätten, die Hügel und Wasserstellen. |
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Witi Jukurrpa, 1998 Radierung, 34 x 25 cm Männer der Japaljarri und Jungarrayi reisten von Kurlurngalinypa (bei Lajamanu) nach Yanjirlypirri (westlich von Yuendumu). Unterwegs vollziehen sie Kurdiji, die Initiationszeremonien für junge Männer. Frauen tanzten ebenfalls für die Kurdiji. In der Radierung ist Yanjirlypiri (was "Stern" bedeutet) mit seinem niedrigen Hügel und einem Sickerwasser dargestellt. Die Bedeutung dieser Örtlichkeit kann nicht überbetont werden, denn hierher werden junge Männer zu ihren Initiationen aus so weit entfernten Gebieten wie aus dem Land der Pitjanjatjara im Süden und aus Lajamanu im Norden geholt. Während der Zeremonie schmücken die Männer beide Seiten ihrer Häupter mit weißen Federn (Jinjirla) und tragen holzgeschnitzte Sterne. Solche Sterne liegen außerdem auf dem Boden als Teil eines Sandbildes, das für die Zeremonie (Kurikuripa) hergestellt wird. Mit Ngalyipi (Goldwein) befestigt man Witi (zeremonielle Speere) vertikal an den Schienbeinen der tranzenden Initiierten. Diese Witi sind als lange gerade Linien gemalt; die Kreise stellen Yanjirlpirri (Sterne) dar. Jungarrayi- und Japaljarri-Männer werden durch U-Formen repräsentiert. |
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Jurlpu Jukurrpa (Vogel-Jukurrpa), 1998 Siebdruck, 60 x 48 cm Der Siebdruck ist von den Reisen des großen Vogels Yarinta-rdaku-rdaku (oder Yatijarriji) inspiriert, der eine braune Brust wie ein Adler hat. Yarinta-rdaku-rdaku war beides, ein Vogel und ein Mann. Er wanderte in der Gegend von Yampirri umher, das in der Nähe von Kunajarrayi westlich von Nyirrpi liegt und eine wichtige Stätte für die den Männern vorbehaltenen Zeremonien ist. Es ist ein Ort, an dem junge Männer in höheres Wissen (Kajirri) eingeweiht werden. Der Vogel flog hin und zurück, nach Osten (kakarrara) und nach Westen (karlarra) und wieder nach Osten. Immer kehrte er nach Yampirri zurück, wo es eine Höhle (Pirnki) gibt. Während seiner Reisen, die ihn in weit entfernte Gegenden führten, besuchte er einen großen Blutholzbaum nahe des heutigen Yuendumu. Er flog gen Osten sogar bis Kulpurlu, das im Land der Alyawarr liegt. Der Kreis im Zentrum des Siebdrucks repräsentiert Yampirri, die anderen Kreise stehen für die Orte, die Yarinta-rdaku-rdaku auf seinen Reisen besuchte. Japaljarri-Männer sind ebenso abgebildet wie die Fußspuren des Vogels. |
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Letzte Änderung am 2005-12-01 |