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Paddy Japaljarri Stewart

 
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Lebensdaten


Geb. ca. 1940 Mungapunju
Gruppe: Warlpiri/Anmatyerre
 
Paddy Japaljarri Stewart wurde ca. 1940 südlich von Yuendumu an einem Ort namens Mungapunju geboren. Als junger Mann arbeitete er auf verschiedenen Farmen in Zentral- und Nordaustralien. In Yuendumu gab er an der Schule Unterricht in aboriginaler Kultur und war eine Zeit lang im Rat des Ortes. Er gehört zu den fünf Ältesten, die 1983 die heute berühmten Türen von Yuendumu bemalten. 1995 wurden die Türen vom South Australian Museum in Adelaide erworben. Paddy Japaljarri Stewart ist einer der Künstler aus Yuendumu, die 1989 nach Paris reisten, um im Centre Georges Pompidou die Ausstellung "Magiciens de la Terre" mit einer Bodeninstallation zu bereichern. Zusammen mit Paddy Japaljarri Sims, mit dem er mitunter zusammenarbeitet, gehört er zu den führenden Künstlern unter den Aboriginal People. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, u.a. in den USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien.


Bilder

(C) 2000 www.aboriginal-art.de
       Aboriginal Art Galerie Bähr;
       Paddy Japaljarri Stewart, Australien;
       Ngatijirri Jukurrpa II (Wellensittich-Jukurrpa) (Nr. 406)
Ngatijirri Jukurrpa II (Wellensittich-Jukurrpa), 2004
Radierung, 33 x 24,5 cm


Das der Geschichte zugehörige Land heißt Ngarlu und liegt östlich von Yuendumu in der Nähe des Mount Allen. Dort verliebte sich zur Zeit der Jukurrpa ein Jungarrayi-Mann namens Lintipilinti in eine Napangardi-Frau. Nach den Heiratsgesetzen der Warlpiri ist eine solche Verbindung verboten, weil die Napangardi-Frau nach den klassifikatorischen Verwandtschaftsbeziehungen die Schwiegermutter des Jungarrayi-Mannes war. Lintipilinti umwarb die Napangardi, indem er Liebeslieder sang und Schnüre aus Haar knüpfte. Ein grüner Wellensittich - eine Vogelart, die in dieser Gegend verbreitet ist - brachte ihr Lintipilintis Liebeslieder. Als die zwei Verliebten miteinander schliefen, verwandelten sie sich in Steine, und die Stätte, an der dies geschah, kann man heute noch in Ngarlu sehen. Die Kreuze in der Radierung beschreiben die Spuren, die der grüne Wellensittich am Boden hinterlässt, und die konzentrischen Kreise stehen für Wasserstellen.

  (C) 2000 www.aboriginal-art.de
       Aboriginal Art Galerie Bähr;
       Paddy Japaljarri Stewart, Australien;
       Janganpa Jukurrpa (Opossum-Jukurrpa) (Nr. 407)
Janganpa Jukurrpa (Opossum-Jukurrpa), 2003
Radierung, 24,5 x 16 cm




  (C) 2000 www.aboriginal-art.de
       Aboriginal Art Galerie Bähr;
       Paddy Japaljarri Stewart, Australien;
       Ngatijirri Jukurrpa I (Wellensittich-Jukurrpa) (Nr. 408)
Ngatijirri Jukurrpa I (Wellensittich-Jukurrpa), 2004
Radierung, 33 x 24,5 cm


Das der Geschichte zugehörige Land heißt Ngarlu und liegt östlich von Yuendumu in der Nähe des Mount Allen. Dort verliebte sich zur Zeit der Jukurrpa ein Jungarrayi-Mann namens Lintipilinti in eine Napangardi-Frau. Nach den Heiratsgesetzen der Warlpiri ist eine solche Verbindung verboten, weil die Napangardi-Frau nach den klassifikatorischen Verwandtschaftsbeziehungen die Schwiegermutter des Jungarrayi-Mannes war. Lintipilinti umwarb die Napangardi, indem er Liebeslieder sang und Schnüre aus Haar knüpfte. Ein grüner Wellensittich - eine Vogelart, die in dieser Gegend verbreitet ist - brachte ihr Lintipilintis Liebeslieder. Als die zwei Verliebten miteinander schliefen, verwandelten sie sich in Steine, und die Stätte, an der dies geschah, kann man heute noch in Ngarlu sehen. Die Kreuze in der Radierung beschreiben die Spuren, die der grüne Wellensittich am Boden hinterlässt, und die konzentrischen Kreise stehen für Wasserstellen.


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Letzte Änderung am 2005-12-01
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