Aborigine-Kunst und Gemälde aus Australien
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Shorty Jangala Robertson

 
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Lebensdaten


Geb. ca. 1930 Puyurru
Gruppe: Warlpiri
 
Shorty Jangala Robertson wurde ca. 1930 bei Jila (Chilla Well), einer großen Sickerwasserstelle auf einer Tonebene nordwestlich von Yuendumu geboren. Mit seiner großen Warlpiri-Familie lebte er als Kind ein nomadisches Leben, das endete, als die Familie vor Massakern an Aboriginal People nach Mt. Theo floh, wo der Vater des Künstlers starb. Shorty Jangala Robertson zog mit seiner Mutter zunächst zur Mt. Doreen-Farm und später nach Yuendumu. Während des Zweiten Weltkriegs brachte die australische Armee einige der Aboriginal People von Yuendumu nach Lajamanu und trennte dabei Shorty Jangala Robertson von seiner Mutter. Sie folgte ihrem Sohn, und zusammen wanderten sie Hunderte von Meilen zurück nach Jila. Wegen Nahrungsmangel aufgrund von Dürreperioden oder wegen einer - bescheidenen - medizinischen Versorgung kehrten sie ab und zu nach Yuendumu zurück. Das Arbeitsleben von Shorty Jangala Robertson war voll von Abenteuern und harter Arbeit für verschiedene Unternehmen in der Region zwischen Yuendumu und Alice Springs. Schließlich ließ sich der Künstler 1967 in Yuendumu nieder, also zu einer Zeit, als die Aboriginal People mehr Rechte bekamen. Es ist erstaunlich, dass Shorty Jangala Robertson bei seinen vielen Reisen und unterschiedlichen Arbeitsstellen nie mit der Kunstbewegung der 1970er und 1980er Jahre in Berührung kam und erst vor wenigen Jahren zu malen begann, als er bereits über 70 Jahre alt war. Vier Einzelausstellungen innerhalb von drei Jahren und die Beteiligung an weiteren 26 Ausstellungen seit 2002 lassen auf einen ungewöhnlichen Künstler schließen.


Bilder

(C) 2000 www.aboriginal-art.de
       Aboriginal Art Galerie Bähr;
       Shorty Jangala Robertson, Australien;
       Ngapa Jukurrpa (Wasser-Jukurrpa) (Nr. 411)
Ngapa Jukurrpa (Wasser-Jukurrpa), 2004
Radierung, 49 x 32,5 cm


Das Gemälde beschreibt die Stätte Puyurru westlich von Yuendumu. Im normalerweisen trockenen Flussbett gibt es Sickerwasserstellen oder Quellen. Lange Linien im Gemälde repräsentieren Wasser, kurze Linien, die die langen queren, stehen für Wolken und Sturm. - Zwei Jangala-Männer, Regenmacher, sangen Regen herbei und entfesselten einen heftigen Sturm mit vielen Blitzeinschlägen. Der Sturm zog über das Land und vereinigte sich mit einem zweiten, der von Wapurtali aus dem Westen kam. Ein Vogel nahm den Sturm auf und trug in weiter gen Westen bis ihm seine Last zu schwer wurde. Als der Vogel den Sturm bei Purlungyanu fallen ließ, entstand dort eine gewaltige Sickerwasserstelle. Bei Puyurru grub der Vogel eine Riesenschlange (Wanayarra) aus, die Wasser mit sich trug, aus dem der gigantische See Jillyiumpa* entstand. *Am See Jillyiumpa, dessen Entstehung der Künstler in einer seiner Radierungen beschreibt, lebt er heute mit seiner Familie.


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Letzte Änderung am 2005-12-01
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